Entzündete Mückenstiche – Ursachen, Symptome und Vorbeugung

Mai 13, 2018

Entzündete Mückenstiche – Ursachen, Symptome und Vorbeugung

Im Sommer dürfen wir uns nicht nur über das angenehme Wetter und die wunderschöne Farbenpracht freuen, sondern leider auch über jede Menge Plagegeister, die uns das Leben schwermachen. Besonders bekannt: Mücken! Einige Menschen haben nahezu keine Probleme mit Mückenstichen und auch eine Entzündung der Mückenstiche kommt selten oder gar nicht vor. Wieder andere Menschen sind sehr anfällig für die kleinen Blutsauger, die sich im Freien nahezu auf ihre Opfer stürzen. Doch was tun, wenn der Mückenstich einmal entzündet ist? Und gibt es Möglichkeiten, entzündete Stiche von Anfang an zu vermeiden? Wir verraten mehr über den Mückenschutz und die Ursachen, Symptome und Vorbeugung von Mückenstichen und deren Entzündung.

Wie sich eine Entzündung am Mückenstich bemerkbar macht

Dass Mückenstiche jucken und die Haut ein wenig rot werden kann, ist jedem Kind und Erwachsenen bekannt. Doch was ist, wenn die Symptome schlimmer sind? Dann kann eine Allergie vorliegen – alternativ hat sich der Mückenstich ganz einfach entzündet. Die ersten Anzeichen einer Entzündung:

  • die Schmerzen sind stärker und ziehend
  • die Rötung wird heiß
  • es kommt zu einem Hautausschlag
  • an der Einstichstelle ist Eiter erkennbar
  • die Lymphknoten am Hals sind geschwollen
  • die Schwellung ist stärker als bei einem gewöhnlichen Mückenstich

Wichtig: Bei einer Mückenstichallergie kommt es zu den gleichen Symptomen, daher sind Allergie und Entzündung kaum voneinander zu unterscheiden. Eine Entzündung ist allerdings mit gewissen Maßnahmen recht ungefährlich, wohingegen eine Allergie (und ein damit verbundener, möglicher anaphylaktischer Schock sehr gefährlich werden kann).

In den meisten Fällen wird es sich bei diesen Symptomen um eine normale Mückenstich-Entzündung handeln. Gerade, wenn sonst Mückenstiche keine Probleme bereiten und jetzt erstmalig oder sehr selten Probleme auftreten.

Wie eine Mückenstich-Entzündung bzw. Infektion entsteht

Mückenstiche jucken … soweit klar. Das ist auch der Hauptgrund, warum überhaupt eine Entzündung entsteht. Wir können partout unsere Finger nicht von der Einstichstelle lassen. Problem ist allerdings, dass das Jucken nicht nur nervig ist, sondern durch das Kratzen selbst auch Bakterien in die noch offene Wunde gelangen können. Auf diese Weise kann sich ein einfacher Mückenstich entzünden.

Bei Kindern kommt eine Entzündung eines Mückenstiches daher auch deutlich häufiger als bei Erwachsenen vor, die sich tendenziell ein wenig „besser im Griff haben“.

Wer an einem Mückenstich kratzt, sorgt also dafür, dass eventuelle Keime (z.B. Streptokokken von den Fingern und Händen) an der Wunde landen. Der Körper reagiert auf diese Keime und bildet Abwehr-Sekrete, damit die Erreger aus dem Körper ferngehalten werden.

Eventuelle Folgen eines entzündeten Mückenstichs

Obwohl allein die Entzündung schon Grund genug ist, die Finger vom Mückenstich zu lassen, gibt es noch deutlich mehr Gründe, eine Entzündung verhindern zu wollen. So kann es als Folge zu verschiedenen Problemen kommen.

  • oberflächliche Entzündungen der Haut
  • Entzündungen des Bindegewebes
  • Entzündungen der Haarwurzel
  • Entzündung der Lymphbahnen

Gerade die letztgenannte Entzündung kann gefährlich werden, denn sie könnte im schlimmsten Fall zu einer Blutvergiftung führen.

Wichtig: Wer einen erhöhten Puls, eine veränderte Atmung oder gar Fieber bekommt, sollte sich umgehend in ärztliche Behandlung begeben, da mit einer eventuellen Blutvergiftung keinesfalls zu spaßen ist und diese Symptome auch nicht ignoriert werden dürfen.

Obwohl eine Blutvergiftung, die aus einem Mückenstich resultiert, nur sehr selten vorkommt, ist es natürlich trotzdem wichtig, die damit verbundenen Risiken zu kennen.

Entzündung eines Mückenstichs präventiv vorbeugen

Wie bereits erwähnt ist es am wichtigsten, die Finger vom Mückenstich zu lassen und auf keinen Fall zu kratzen. Zusätzlich gibt es aber noch einige weitere Tipps, um eine Entzündung präventiv zu verhindern.

  • Der Mückenstich sollte immer gekühlt werden, um damit den Juckreiz zu lindern. Das ist sowohl mit Kühlpacks, aber auch mit kühlender Salbe möglich.
  • Wenn der Mückenstich noch nicht juckt, können Salz oder auch Zucker auf dem Stich eine Histaminausschüttung verhindern.
  • Juckt der Mückenstich schon, dann sind Kartoffeln, Zwiebeln oder Zitrine angesagt, die auf den Mückenstich (halbiert) gedrückt werden.
  • Das Jucken lässt sich auch mit Umschlägen aus Wasser und Essig eindämmen.
  • Es gibt alternativ noch elektronische Stichheiler, die den Juckreiz durch Hitze sofort eindämmen, sofern der Stich noch nicht so alt ist.

Sollte bereits eine Entzündung des Mückenstiches vorliegen, ist es wichtig, auch weiterhin nicht zu kratzen (bzw. so wenig wie nur irgendwie möglich). Zusätzlich sollte auf eine gründliche Reinigung der Wunde geachtet werden (Eiter sollte herausgedrückt werden, danach nochmals reinigen). Zugsalben können ebenfalls eingesetzt werden (auch, wenn sie nicht gerade gut riechen – sie helfen und sind wichtig, da sie aus der Wunde Keime ziehen).