Vorbereitungskurs als ehrenamtliche Lebens- und Sterbebegleiter-/innen
Der nächste Vorbereitungskurs beginnt voraussichtlich im Frühjahr 2012.
Anmeldeunterlagen und weitere Informationen erhalten Sie unter der Tel. 030 – 47 602 476 (Christian Kürten).
Warum soll ich mich als ehrenamtlicher Sterbebegleiter engagieren?
„Warum möchten Sie am Vorbereitungskurs für ehrenamtliche Hospizmitarbeit teilnehmen?“, fragte ich eine junge Frau die sich beworben hatte.
„Ich möchte nicht mehr weitergehen, wenn ich das Gefühl habe gebraucht zu werden.“, war ihr Antwort. Die meisten Menschen von uns fühlen wie die junge Frau.
Ganz gleich ob als Angehöriger oder Nahestehender eines schwerstkranken und sterbenden Menschen oder als Mitarbeiter eines (Pflege) –Teams, sie alle spüren – hier geht ein Leben zu Ende; hier hat Jemand seine letzte Reise vor sich.
Was der sterbende Mensch jetzt braucht, glauben wir zu wissen. Sich aber auf die Wünsche und die Situation einzulassen, kann uns schwer fallen, uns verunsichern und in ablenkende Geschäftigkeit treiben.
Was der sterbende Mensch jetzt vielleicht braucht sind ehrliche und mitfühlende Gespräche; sind Hände die gereicht werden; sind Unterstützungen für letzte Erledigungen; sind Zuspruch von Hoffnung und Zuversicht; sind Beistand in der letzten Lebensphase und vieles mehr.
Was der sterbende Mensch verlangt ist selbstbestimmt und würdevoll Abschied nehmen zu können.
Hier möchte der Vorbereitungskurs für ehrenamtliche Hospizmitarbeiter/innen ansetzen.
Auf Basis eigener Stabilität zu Fragen – Sterben, Tod und Trauer – werden Kenntnisse und Fertigkeiten vermittelt, um einem schwerkranken und sterbenden Menschen und deren Nahestehende eine liebevoller Begleiter zu sein und ein Sterben in Würde und unter Beachtung der Einzigartigkeit eines jeden Menschen zu ermöglichen.
Diakon André Krell
Leitender Koordinator des Elisabeth-Hospizes
Der Kommentar einer Teilnehmerin:
„Aller Anfang ist schwer, nun doch gar nicht mehr…..
Die Sterbebegleitung zu erlernen, meldete ich mich für den „zufällig“ annoncierten Kurs an.
Anfangs hoffte ich auf methodisches Rüstzeug. Die biblischen Texte, als Gleichnis verwendet, waren mir nicht neu. Und so ahnte ich zunehmend, dass es weniger auf Methoden und Techniken ankommt, sondern vor allem auf die eigene innere Haltung, die Achtsamkeit, das Gewahrsein im Begleitungsprozess.
Eigentlich ist es ein Aufatmen, dass ich mir keine Techniken merken muss, sondern einfach meinem inneren Pfad folgen kann, wenn ich jemanden beim Abschied vom irdischen Leben begleite.
Und so kann ich sagen,…nun doch gar nicht mehr.“


